Technik
Funktion und Wirkprinzip
Die Nanofassadendämmung funktioniert anders als klassische Dämmstoffe. Während herkömmliche Systeme vor allem auf dicke Materialschichten setzen, nutzt diese Technologie gezielt physikalische Effekte, um die Wärmeübertragung zu beeinflussen und zu reduzieren — bei einer Schichtdicke von nur ca. 1 mm.
Zwei Wirkprinzipien
- Reflexion von Sonnenstrahlung: Die Abschlussschicht wirft einen großen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung an der Oberfläche zurück, bevor sie in die Bausubstanz eindringen kann — die Fassade heizt sich im Sommer weniger auf.
- Begrenzung der Wärmeleitung: Keramische Hohlkörper in Funktions- und Abschlussschicht unterbrechen den Weg der Wärme durch das Material; in den sehr kleinen Hohlräumen ist zudem die Bewegung der Gasmoleküle eingeschränkt. Wärmeverluste im Winter können so verringert werden.
Unterschied zu klassischer Fassadendämmung
Klassische Dämmverfahren wie Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) arbeiten hauptsächlich über Materialstärke und dicke Dämmplatten. Die Nanofassadendämmung setzt stattdessen auf die Materialstruktur einer sehr dünnen Beschichtung und auf die Reflexion der Sonnenstrahlung, nutzt physikalische Effekte statt Masse und kommt mit einer sehr geringen Schichtdicke von ca. 1 mm aus — ohne umfangreiche bauliche Veränderungen.
Wirkung im Sommer und Winter
Im Sommer sorgt die reduzierte Aufheizung der Fassade für eine geringere Wärmebelastung der Innenräume. Im Winter unterstützt die Verringerung von Wärmeverlusten ein stabiles Raumklima — die Nanofassadendämmung wirkt ganzjährig.
Für welche Gebäude geeignet?
Besonders interessant für Bestandsgebäude und Sanierungen, Altbauten und Denkmalschutz, Gebäude ohne Möglichkeit für klassische Dämmung sowie Fassaden mit gestalterischen Anforderungen.