Technik
Technologie
Die Nanofassadendämmung basiert auf einer speziell entwickelten Beschichtungstechnologie, die moderne Materialwissenschaft mit physikalischen Prinzipien der Wärmeübertragung kombiniert — bei nur ca. 1 mm Schichtdicke statt großer Materialstärken.
Aufbau der Nanobeschichtung
Die Beschichtung besteht aus einem mehrschichtigen Systemaufbau:
- Grundierung (abhängig vom Untergrund)
- Funktionsschicht
- Abschlussschicht
Innerhalb der Funktions- und der Abschlussschicht befinden sich mikroskopisch kleine Partikel und Hohlräume, die gezielt auf die Wärmeübertragung wirken. Beide Schichten enthalten diese keramischen Hohlkörper; den größeren Teil der Dämmwirkung trägt die Funktionsschicht, die Abschlussschicht übernimmt zusätzlich UV- und Witterungsschutz und wird eingefärbt.
Der Knudsen-Effekt einfach erklärt
Ein wichtiger physikalischer Effekt innerhalb der Beschichtung ist der sogenannte Knudsen-Effekt: Er tritt auf, wenn sich Gasmoleküle in extrem kleinen Hohlräumen befinden. Die Poren sind so klein, dass sich Gasmoleküle nur eingeschränkt bewegen können — Kollisionen zwischen Molekülen werden reduziert, stattdessen dominieren Wechselwirkungen mit den Porenwänden. Der Wärmetransport innerhalb dieser Strukturen wird dadurch reduziert. Es handelt sich nicht um klassische Konvektion, sondern um eine physikalische Einschränkung der Molekülbewegung.
Die Physik dahinter ist nicht neu
Die Nanofassadendämmung nutzt mehrere dieser Effekte innerhalb einer sehr dünnen Funktions- und Abschlussschicht. Welche Wirkung daraus an einer konkreten Wand entsteht, lässt sich am vollständigen Bauteil messen. Diese Vergleiche zeigen, dass die zugrunde liegenden physikalischen Prinzipien etabliert sind. Über die Größenordnung der Wirkung sagen sie nichts — dafür stehen die Messungen.
Materialtechnologie aus Hochleistungsbereichen
Die eingesetzten Materialien basieren auf Technologien, die auch in industriellen Anwendungen verwendet werden: spezielle keramische Strukturen, mikroskopische Hohlkörper und widerstandsfähige Bindemittel sorgen für Stabilität, Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit.
Abgrenzung zur klassischen Dämmung
Klassische Systeme wie WDVS arbeiten über Materialstärke und benötigen mehrere Zentimeter Dämmstoff. Die Nanofassadendämmung arbeitet über Materialstruktur, benötigt nur ca. 1 mm Schichtdicke und kann direkt auf bestehende Oberflächen aufgebracht werden.