Technik
Technische Daten
Die Nanofassadendämmung basiert auf einer modernen Beschichtungstechnologie, deren Eigenschaften durch technische Prüfungen und definierte Materialkennwerte beschrieben werden. Sie kombiniert eine geringe Schichtdicke von ca. 1 mm mit einer gezielten Beeinflussung der Wärmeübertragung.
Materialeigenschaften
Die verwendete Nanobeschichtung ist eine wasserbasierte Acrylharz-Dispersion: UV-beständig und witterungsresistent, diffusionsoffen (wasserdampfdurchlässig), haftstark auf unterschiedlichsten Untergründen und emissionsarm für den Einsatz im Innen- und Außenbereich geeignet. Sie widersteht Witterung, UV-Strahlung und chemischen Einflüssen dauerhaft, ohne an Farbe oder Funktion zu verlieren.
Schichtaufbau
Grundierung (untergrundabhängig), Funktionsschicht (Nanobeschichtung), Abschlussschicht. Die Gesamtschichtdicke beträgt ca. 1 mm.
Kennwerte
- Wärmeleitfähigkeit des Materials (λ, PN-EN 1745)
- 0,0324 W/(m·K)
- Wasserdampfdurchlässigkeit
- Gesamtsystem diffusionsoffen (V2)
- Wasseraufnahme
- sehr gering (ca. 0,07 kg/m²·h⁰·⁵)
- Haftzugfestigkeit
- ≥ 1,0 MPa
- Brandverhalten
- B1 – schwer entflammbar
- Verbrauch
- ca. 1,0–1,2 Liter pro m²
- Aushärtung
- ca. 24 Stunden je Schicht
CE-Kennzeichnung
Die Beschichtung ist CE-gekennzeichnet auf Grundlage der harmonisierten Produktnorm EN 15824; die erklärten Leistungen stehen in der Leistungserklärung (DoP) des Herstellers.
Für Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung erteilt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (§ 16c Satz 2 MBO); eine zusätzliche Anerkennung ist nicht erforderlich. Sie dürfen nach den Landesbauordnungen verwendet werden, wenn die erklärten Leistungen den Anforderungen der jeweiligen Verwendung entsprechen (§ 16c Satz 1 MBO). Die objektbezogene Prüfung der Leistungswerte im Einzelfall bleibt davon unberührt.
Verarbeitung
Auftrag per Rolle, Pinsel oder Airless-Spritzgerät, überarbeitbar nach wenigen Stunden. Die technischen Daten beschreiben die Materialeigenschaften der Beschichtung — die tatsächliche Wirkung im Gebäude hängt zusätzlich von Wandaufbau, Verarbeitung und Nutzung ab. Eine individuelle Bewertung ist daher entscheidend.